
Prof. Dr. Jana Wiske lehrt und forscht als Medienwissenschaftlerin an der Hochschule Ansbach. Sie befasst sich dort mit dem Journalismus genauso wie mit PR und Unternehmenskommunikation. Sie verbindet damit zwei Branchen, die normalerweise immer konträr beschrieben werden. Ich habe für das, was sie sagt, große Zustimmung. Weil ich selbst von Hause aus Journalist bin (und derzeit Vorsitzender des Vereins Saarländische Sportjournalisten) und auch Regierungssprecher (quasi Leiter einer Unternehmenskommunikation) war.
Wir haben die Sinnhaftigkeit, warum es als Unternehmen journalistisches wie auch PR Know how braucht, beispielhaft an der Reinigungsbranche besprochen.
Sie empfindet das Image der Branche nicht als so sexy. Das habe mit Schmutz zu tun, um den es ja bei Reinigung immer geht. Aber Reinigung müsse ja auch getan werden. Für sie sei die Reinigungskraft die wichtigste Person im Unternehmen. Wenn sie durch die Hochschule gehe, grüße sie jeden – und die Reinigungskräfte sehr herzlich.
Denn: Wenn sie Besuch habe und es sieht dreckig aus, bleibe es an ihr haften. Die Reinigung sei für das ganze Unternehmen und die ganze Organisation essenziell.
Was hat dies mit Journalismus und PR zu tun?
Weil das Image aufpoliert werden sollte. Das Positive rauskehren, um im Bild zu bleiben. Sie sollte jedem da draußen verklickern, wie wichtig ihre Branche ist. Oder um in einem Slogan zu sprechen: „Wir sorgen für Deinen Glanz im Scheinwerferlicht“.
Das Stichwort hierfür lautet: Storytelling. Erzählen Sie Geschichten. Personalisiert. Es gibt ja viele Menschen, die Spaß am Putzen haben. Solche Geschichten sollten rausgearbeitet werden. Denn Image hat immer mit Wahrnehmung zu tun – und zwar der verschiedenen Anspruchsgruppen, die ein Bild von einem haben. Dazu brauche es zuallererst die Entscheidung: Wer bin ich? Dann lässt sich an den verschiedenen Stellschrauben drehen.
Jana Wiske nennt ein Beispiel: Der Trödelmarkt. Sie sagt: „Wenn Sie dort zehn Produkte in einem Paket zum Preis von zehn Euro anbieten, bekommen Sie zehn Euro. Wenn Sie zu jedem Produkt eine Geschichte erzählen – wie die Uhr von der Oma, die besondere Erinnerungen auslöst, dann kriegen Sie 150 Euro. Verkaufen Sie ein Lebensgefühl, keine Produkte. Wenn Menschen miteinander sprechen, erzählen sie sich ja auch Geschichten. Daran sollte sich ein Unternehmen orientieren.“
Jana Wiskes Tipps für die Unternehmenskommunikation:
Wer noch mehr dazu erfahren will, hört einfach rein – in den Podcast KommunikationsPuls. Und zwar hier.